Bewertungsverfahren nach ImmoWertV 2021
Energie-Check: Klasse, GEG-Pflichten und Sanierungswege verstehen
Der Energie-Check ordnet eine Immobilie energetisch ein: heutige Energieklasse und -kosten, die anstehenden Pflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz und die Sanierungswege mit ihren Kosten, Förderungen und ihrer Wirkung auf den Wert.
Wann der Energie-Check das richtige ist
Vor jeder Entscheidung, an der die Energie hängt: vor dem Kauf eines Altbaus, vor dem Heizungstausch, vor einer Sanierung, vor dem Verkauf mit schwacher Energieklasse — und immer dann, wenn Fördermittel im Spiel sind. Er ordnet ein, was das Gebäude heute verbraucht, welche Pflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz in Betracht kommen und in welcher Größenordnung sich eine Sanierung bewegt.
Was wir von Ihnen brauchen
Zwingend sind Adresse, Baujahr und beheizte Fläche. Genauer wird es mit Art und Alter der Heizung, dem Zustand von Dach, Fenstern, Fassade und Kellerdecke, einer vorhandenen Solar- oder Photovoltaikanlage und dem Verbrauch der letzten drei Jahre. Liegt ein gültiger Energieausweis vor, hat dessen Kennwert Vorrang vor jeder Schätzung. Fehlende Angaben werden mit einer vorsichtigen Annahme gefüllt und im Ergebnis als Annahme ausgewiesen — still geraten wird nichts.
Wie wir rechnen
Energieklasse heute
Aus Baujahr, Heizung und Dämmstand wird der Energiebedarf und die Klasse geschätzt — eine vorhandene Ausweis-Klasse hat Vorrang.
GEG-Vorprüfung
Welche Austausch- und Dämmpflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz greifen könnten — als Vorprüfung, nicht als Rechtsberatung.
Sanierungspfade
Von Quick-Wins bis Vollsanierung: Kosten, Förderung, Energieersparnis und Wertwirkung je Szenario.
Was Sie am Ende erhalten
Sie erhalten die Energieklasse mit Kennwert, die relevanten GEG-Hinweise, drei Sanierungspfade mit Kosten und Förderung sowie eine Einordnung der Wertwirkung — Annahmen werden ausgewiesen.
Was ausdrücklich nicht herauskommt
Kein Energieausweis: Für Verkauf und Vermietung ist er gesetzlich vorgeschrieben und darf nur von berechtigten Ausstellern erstellt werden. Keine Rechtsberatung — die Hinweise zum Gebäudeenergiegesetz sind eine allgemeine Vorprüfung nach Fallgruppen, keine Beurteilung Ihres Einzelfalls. Und keine Förderzusage: Die genannten Programme können in Betracht kommen, verbindlich wird ein Betrag erst im Bescheid.
Die anderen Verfahren
Der Energie-Check beantwortet die Energiefrage, nicht die Wertfrage:
Sachwertverfahren →
Für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser: Der Sanierungsstand geht dort unmittelbar in den Zustandsansatz und damit in den Gebäudewert ein.
Ertragswertverfahren →
Für vermietete Objekte: Heizkosten, Dämmpflichten und die Aufteilung der CO₂-Kosten verschieben den Reinertrag — und mit ihm den Ertragswert.
Vergleichswertverfahren →
Für Eigentumswohnungen und Häuser in aktiven Lagen: Dort zeigt der Marktvergleich, welchen Abschlag eine schwache Energieklasse tatsächlich kostet.
Häufige Fragen
Ersetzt der Energie-Check einen Energieausweis?
Nein. Er ist eine Vorprüfung und Einordnung; für Verkauf oder Vermietung ist ein gültiger Energieausweis gesetzlich vorgeschrieben.
Woher kommen die Förderzahlen?
Aus den öffentlich zugänglichen BAFA-/KfW-Programmen; konkrete Beträge müssen im Förderantrag bestätigt werden.
Welche Angaben brauche ich?
Baujahr, Wohnfläche und Heizungsart genügen für eine erste Einordnung.
Was kostet der Energie-Check?
Ein Durchlauf im Monat ist kostenlos; dafür genügt ein kostenloses Konto, und das PDF trägt ein Wasserzeichen. Alles Weitere steht auf der Startseite und nicht hier, damit keine veraltete Zahl stehen bleibt.
Das Ergebnis ist eine methodisch fundierte Einschätzung nach ImmoWertV 2021 — kein Verkehrswertgutachten und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.